Apps – Flagship Stores des (mobilen) Internet?

Posted on 02/11/2010

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Immer wieder die selben Frage: App oder mobiles Internet? Oft begleitet von einem Kommentar im Nebensatz: Apps sind schon angesagt momentan. Und das mit dem mobilen websites hat sich eh nicht durchgesetzt …

Ungeachtet mal von Kosten oder der grundsätzlichen Strategie eines Unternehmens. App bzw mobile web ist keine Entweder/oder Entscheidung. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und Aufgaben. Das mobile web leidet – noch – unter manchen Kinderkrankheiten. Aber es ist für jeden (mit entsprechendem mobile device) zu erreichen. Und darin liegt der grosse Vorteil: Niemand wird ausgeschlossen!

Mobiles Web ist vergleichbar mit der flächendeckenden Distributionsstrategie ihres Unternehmens. Ihre Kunden sollen sie finden, dann müssen sie möglichst von überall bzw allen mobilen devices her erreichbar sein.

Wofür dann Apps? Weil sie ein optimiertes Erlebnis bieten können, wenn sie gut gemacht sind. Das heisst, entsprechende Funktionen des mobile devices, wie Kontakte, GPS, … werden möglichst optimal für ein Markenerlebnis genützt. Umgelegt auf die Distributionsstrategie ihre Unternehmens sind Apps vergleichbar mit Flagshipstore. Oder im ersten (App-)Anlauf noch eine Version kleiner mit einer Shop-in-Shop Lösung.

Ein Flagshipstore bietet dem Konsumenten ein von der Marke selbst kontrolliertes Erlebnis. Grossartig, aber eben nicht überall bzw für jeden. Etwas für wahre Fans der Marke, solche die das Glück haben am richtigen Ort zu leben bzw oder den Aufwand auf sich nehmen dorthin zu fahren.

Umgelegt wiederum auf die App bedeutet es, dass sie mit einer solchen Lösung Konsumenten das Erlebnis verbessern gleichzeitig aber den Zugang erschweren bzw sogar unmöglich machen. Nicht jeder hat das passende mobile device mit einem kompatiblem Betriebssystem, nicht jeder hat Lust eine App zu installieren. Oder installiert diese und vergisst sie relativ schnell wieder angesichts der Flut neuer Apps.

Es gibt unterschiedlichste Distributionsstrategien im Markt. Treffen sie ihre bewusst und nicht nebenbei durch scheinbar nebensächliche Entscheidungen bei der App-Entwicklung wie Betriebssysteme. Das kann grosse Folgen beim Konsumenten haben.

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