Es geht bergab im Zeitungsgeschäft. Zeit Gas zu geben.

Posted on 24/07/2013

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In den USA gehen die Umsätze der Zeitungen weiterhin drastisch zurück. Die Grafik von Statista zeigt außerdem, dass die Verluste im Bereich der Printwerbung bei weitem nicht durch Onlinewerbung kompensiert werden können. Es ist logisch, dass neue Erlösquellen benötigt werden, um mittelfristig im Geschäft bleiben zu können.

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Die New York Times und unter anderen die International Herald Tribune sind da gerne zitierte Beispiele, wo eine Paywall-Lösung funktioniert. Die Analyse bis 1Q2013 zeigt, dass das anfängliche starke Wachstum mittlerweile deutlich abgeflacht ist. Selbst bei einem globalen Publikum welches die New York Times anspricht, ist eine Paywall-Lösung nicht der Weisheit letzter Schluss.

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Betrachtet man Paywall-Lösungen in den USA genauer so fällt auf, dass die Preissetzung im Vergleich von Print zum Digital keinen wesentlichen Rückschluss zulässt. The New York Times und The Wall Street Journal fahren bei Digital eine Preispolitik in Richtung Kostendeckung. Die meisten anderen sind hier noch mit niedrigeren Preisen unterwegs, um möglichst viele Kunden zu Digital zu locken.

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Insgesamt zeigen die Zeitungen in den USA ein sehr durchwachsenes Bild, wenn es darum geht ihr Business zu digitalisieren. Es braucht wesentlich mehr Anstrengungen in Richtung Lesermarketing und –bindung, um das Ruder bei den Erlösen herumzureißen. Die Zeit kleiner Testballone ist vorbei, denn der Verfall der Erlöse in der Printwerbung beschleunigt sich immer mehr. Digital ist nicht mit dem einen großen Wurf lösbar, es braucht ein Portfolio an Aktivitäten. Ein wesentlicher Teil wird die Vermarktung des Contents sein, wenn er Qualität bietet und nicht an „jeder Ecke gratis zu finden ist“. Digital bietet aber auch die Möglichkeit den Nutzern gegen Entgelt (technisch basierte) Services zu präsentieren. Hier ist mehr Geschwindigkeit und Fantasie in den Verlagshäusern gefragt.

Flipboard zeigt es vor, wie man mit geschicktem Kuratieren von Content und jeder Menge nützlicher Features Nutzer an sich binden kann. Darüber hinaus bietet Flipboard jedem registrierten Nutzer an, eigene Magazine ganz nach den persönlichen Interessern zu erstellen und mit anderen Nutzern zu teilen. Gerade eben wurde diese Magazine freigeschalten, auch über das Web und nicht mehr ausschließlich mobile über die App abgerufen zu werden.

Mein persönliches Flipboard Magazin zeigt, wie digital/mobile Lösungen einen Mehrwert  für Unternehmen und deren Kunden schaffen und damit neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten entstehen können.

Wenn es das Thema interessiert, es heißt „Digital Value Added“ und ist hier zu finden: https://flipboard.com/section/digital-value-added-bY77OW. Mittlerweile hat es 1.424 Leser. Viel Spaß beim Lesen.

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